DER DRITTE WEG

12.04.2016

Lesezeit: etwa 9 Minuten

Antikapitalistischer Aktionstag in Süddeutschland

Auch in diesem Jahr hat das „Nationale und Soziale Aktionsbündnis 1. Mai“eine sozialrevolutionäre Kampagne unter dem Motto: „Kapitalismus zerschlagen – Für einen deutschen Sozialismus“ initiiert. Wie das Aktionsbündnis fordern auch wir vom „III. Weg“ die Zerschlagung des ausbeuterischen und volksfeindlichen Kapitalismus und stehen für einen deutschen Sozialismus, welcher den Fortbestand unseres Volkes sichern soll. Aus diesem Grund unterstützt unsere nationalrevolutionäre Partei nicht nur die Demonstration am Arbeiterkampftag, welche dieses Jahr im vogtländischen Plauen stattfindet, sondern verbreitet auch die Werbematerialien anhand von verschiedenen Aktionen. Damit jedoch nicht nur am ersten Mai die Losung nach Arbeit, Zukunft und Heimat durch die Straßen schallt, beschlossen die süddeutschen Stützpunkte unserer nationalrevolutionären Partei einen breit angelegten antikapitalistischen Aktionstag abzuhalten, welcher zugleich als Werbefahrt für den Arbeiterkampftag 2016 diente. Am Sonnabend, den 09. April 2016 fanden so mehrere Verteilaktionen, eine Eilversammlung, vier Kundgebungen sowie eine abschließende Demonstration statt.

Startschuss des Aktionstages durch Verteilaktionen und Kundgebung in München

Bereits in den frühen Morgenstunden waren Aktivisten mit Infoschriften unterwegs. Unter anderem in Landsberg am Lech, Augsburg, Göppingen, Passau, Eggenfelden und Deggendorf wurden mehrere Tausend Flugblätter an den Mann und die Frau gebracht.

Tausende Flugblätter mobilisierten zum Arbeiterkampftag nach Plauen

Am Vormittag begann dann auch die erste Kundgebung des Tages. In der bayerischen Landeshauptstadt München versammelten sich knapp 20 Aktivisten vor dem Karstadt Warenhaus am Hauptbahnhof, um dort ihren Unmut über das liberalkapitalistische System auszudrücken. Während dort Kunden dem Konsum frönten, sorgten die jungen Deutschen mit Transparenten und Redebeiträgen von Karl-Heinz Statzberger und Roy Asmuß für Aufsehen. Gerade auch in München sind viele prekäre Arbeitsverhältnisse, wie Zeitarbeit und Minijobs zu verbuchen. Trotz Wirtschaftsaufschwung mit steigenden Exportzahlen kommt immer weniger beim normalen Arbeiter an. In den Ansprachen wurde scharf mit den herrschenden Verhältnissen abgerechnet und die Alternative eines deutschen Sozialismus vorgestellt.

Kundgebung in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs

Für einen deutschen Sozialismus in der Nürnberger Fußgängerzone

In den Mittagsstunden fanden sich auch in Nürnberg über 30 „III. Weg“-Aktivisten ein, um am Eingangstor zur Fußgängerzone, welche schon längst zur bloßen Konsummeile verkommen ist, ihre Protestkundgebung abzuhalten. Bereits im Vorfeld gab es hier Flugblattaktionen (siehe: Kapitalismuskritische Verteilaktion in Nürnberg-Fürth).

Neben dem Stützpunktleiter Kai Zimmermann aus Nürnberg kam ein weiterer Aktivist des Stützpunktes Mainfranken zu Wort. Zimmermann führte in seiner Ansprache aus, dass ein soziales System nur auf der Grundlage eines Nationalstaates bestehen kann. Zudem entlarvte er die Gewerkschaften als Stiefelknechte des Kapitals. Der zweite Redner behandelte die kultur- und identitätsvernichtende Globalisierung.

Kapitalismuskritische Kundgebung in Nürnberg

Der disziplinierten und ordentlichen Versammlung hatten sich ca. 80 Gegendemonstranten entgegengestellt, welche die volksfeindliche Gewerkschaft „ver.di“ unter Ulrich Schneeweiß mobilisiert hatte. An dieser nahmen neben dem linksextremen „Fürther Bündnis gegen Rechts“ von Ruth Brenner die Steinzeitkommunisten der „Marxistisch Leninistischen Partei Deutschlands“ (MLPD) Hand in Hand mit der Hartz-IV-Partei SPD teil. Dass das „autonome Spektrum“ eher spärlich vertreten war, lag wohl daran, dass gegen Mittag ca. 30 Antifa-Schläger, einen am Nürnberger Hallplatz stattfindenden Infostand der AfD mit Stacheldraht einzäunen wollten, worauf der Großteil der Personen von der Polizei festgesetzt wurde.

Verbotswillkür in Göppingen mit anschließender Eilversammlung

Auch im württembergischen Göppingen sollte an diesem Tag eine antikapitalistische Kundgebung abgehalten werden. Nach der form- und fristgerechten Anmeldung erließ die Versammlungsbehörde jedoch ein willkürliches Verbot, welches im Nachgang vor Gericht kaum Stand halten wird. Der Verbotsbescheid wurde dem Anmelder erst am Freitag Spätnachmittag übermittelt, wodurch ein Verwaltungsgericht nicht mehr erreichbar war. Somit legte man bei der Polizeibehörde rechtliche Schritte ein, die laut einer Publikation des Innenministeriums die Aufgaben der Versammlungsbehörde wahrnimmt, wenn diese nicht mehr erreichbar ist. Dieses „Wiederaufgreifen des Verfahrens“ wurde von der Polizeidienststelle ignoriert. Verleugnend äußerte diese sogar in ihrer Pressemeldung, dass es keine rechtlichen Schritte gegeben hätte.

Eilversammlung gegen willkürliche Verbote in Ebersbach an der Fils

So konnte zwar in Göppingen keine antikapitalistische Kundgebung abgehalten werden, jedoch versammelten sich im nahe gelegenen Ebersbach an der Fils knapp 20 heimatverbundene Deutsche zu einer Eilversammlung gegen willkürliche Verbote – Polizeibeamte trafen erst zum Ende der Veranstaltung ein.

Kundgebung in der Deggendorfer Fußgängerzone

Gegen Mittag fanden sich im niederbayerischen Deggendorf 25 heimatverbundene Aktivisten ein, um auch hier eine Kundgebung unter dem Motto: „Kapitalismus zerschlagen! Für einen deutschen Sozialismus!“ abzuhalten. In den insgesamt drei Redebeiträgen, welche allesamt von Aktivisten aus der Region gehalten wurden, wurde das Ende der ausbeuterischen Zustände, das Ende der Ellenbogengesellschaft und die Schaffung eines deutschen Sozialismus gefordert. Während die Veranstaltung der volkstreuen Kräfte ohne jegliche Störungen verlief, rotteten sich unter der Fahne des „Bunten Landkreis Deggendorfs“ zahlreiche Regionalpolitiker mit autonomen Linksextremisten zu einer Gegenmahnwache zusammen – darunter auch Landrat Christian Bernreiter. Die stille Mahnwache von vermeintlichen Gutmenschen, unterstützt durch gewaltorientierten Linksextremisten, konnte die volkstreue Kundgabe jedoch zu keinem Zeitpunkt stören. Durch zwei geparkte Busse inmitten des Oberen Stadtplatzes waren die Veranstaltungen auch sichtlich getrennt. So konnten die nationalrevolutionären Kräfte an zahlreiche Passanten auch die Werbekarten für den 1. Mai in Plauen verteilen und dabei mit Bürgern ins Gespräch kommen.

Kundgebung im niederbayerischen Deggendorf

Kundgebung in Pfaffenhofen an der Ilm

Während die Versammlung in Deggendorf beendet wurde, startete in Pfaffenhofen an der Ilm schon eine neue Kundgebung. Standort war hier der zentrale Marktplatz, auf welchem sich knapp 20 Parteiaktivisten versammelten. Die schwach besuchte gegnerische Veranstaltung von „Pfaffenhofen ist bunt“ konnte zu keinem Zeitpunkt die Redebeiträge, welche von Roy Asmuß, Karl-Heinz Statzberger und einem jungen Aktivisten vom Stützpunkt München/Oberbayern vorgetragen wurden, stören.

Kundgebung am zentralen Marktplatz in Pfaffenhofen a.d. Ilm

Abschlussdemonstration im oberbayerischen Ingolstadt

Der antikapitalistische Aktionstag fand seinen gelungen Abschluss mit einer Demonstration durch die oberbayerische Ingolstädter Innenstadt. Nachdem sich die einzelnen Reisegruppen allesamt am Auftaktort eingefunden hatten, setzte sich der 80 Mann starke Demonstrationszug Richtung Konrad-Adenauer-Brücke in Bewegung. Am nördlichen Brückenende wurden die Parteiaktivisten auch schon von Gegendemonstranten empfangen, welche mehrfach asozial „Wasserbomben“ und Glasflaschen in Richtung der nationalrevolutionären Demonstration schleuderten. Argumentativ hatten die Gegner an jenen Tag wieder einmal nichts entgegenzusetzen, außer rechtswidriger Blockaden, Beleidigungen und eben das Werfen von Gegenständen.

Nachdem der Demonstrationszug lautstark am Rathaus vorbeigezogen war, fand dann auch die erste Blockade von Linksextremisten statt. Auch wenn es sich hier um eine lächerliche Sitzblockade von vier Personen handelte, reagierten die eingesetzten Beamten der Polizei äußerst aggressiv und willkürlich – jedoch nur gegen nationale Veranstaltungsteilnehmer. Anstatt die vier Blockierer wegzuräumen oder die Demonstration an ihnen vorbei zu führen, hielt man den Demonstrationszug auf.

Trotz Blockaden: „Der III. Weg“ demonstrierte stundenlang durch Ingolstadt

Da der erzwungene Halt der Demonstration nur fünf Meter vom Zwischenkundgebungsort entfernt war, wurde während der Blockade kurzerhand die erste Kundgebung abgehalten. Ein Parteiaktivist aus Bamberg machte den Anfang und entlarvte in seiner Ansprache den allgegenwärtigen Fachkräftemangel als Märchen, welches auf dem Mist der kapitalistischen Wirtschaft gewachsen ist. Er gab zudem zu bedenken, dass, falls wirklich einmal gut ausgebildete Fachkräfte in unser Land kommen sollten, diese doch um einiges dringender in ihren Heimatländern gebraucht würden, um eben dort Aufbauarbeit zu leisten.

Als zweiter Redner machte Karl-Heinz Statzberger, Stützpunktleiter München/Oberbayern auf die zahlreichen Missstände in unserer Heimat aufmerksam. Gleichzeitig benannte Statzberger das kapitalistische System als Wurzel der Missstände und forderte im Zuge dessen die Zerschlagung dieses Systems durch die Schaffung eines deutschen Sozialismus.

Karl-Heinz Statzberger bei seiner Rede in Ingolstadt

Während der Zwischenkundgebung sah sich schließlich auch die Polizei dazu bereit, die Demonstration weiter gewähren zu lassen. Unter dem Kampfruf der nationalrevolutionären Bewegung setzte sich der Demonstrationszug also wieder in Bewegung – während die Blockade kurz vorher geräumt wurde.

Unter den lautstarken Parolen erreichte der Aufzug die Proviantstraße. Hier wurde der Zug abermals von aggressiven Polizeieinheiten gestoppt, da sich knapp 50 Linksextremisten zu einer weiteren Blockade zusammenrotteten. Da die Polizei wiederum keinerlei Bemühungen anstellte, auch diese illegale Blockade aufzulösen, wich der Zug auf eine Alternativroute aus und marschierte so, vorbei am hiesigen Arbeitsamt, zum Kundgebungsort der zweiten Kundgebung.

Zwischenkundgebung gegenüber dem DGB-Haus

Nachdem der zweite Kundgebungsort erreicht und sich die Teilnehmer aufgestellt hatten, warfen die argumentationslosen Gegner wieder mehrere Dosen und Flaschen in Richtung der Nationalisten. Die Polizei machte auch hier keinerlei Anstalten, etwas dagegen zu unternehmen. Nichtsdestotrotz eröffnete Kai Zimmermann vom Stützpunkt Nürnberg-Fürth den Rednerblock. Zimmermann, welcher zum Thema „Finanzkrise - mittendrin statt vorbei“ referierte, entlarvte gekonnt das kapitalistische System der BRD als das, was es schon immer war. Nämlich Erfüllungsgehilfe der Großbanken.

Kai Zimmermann vom Stützpunkt Nürnberg-Fürth in Ingolstadt

Nachdem Zimmermann geendet hatte, sprach Matthias Bauerfeind vom Stützpunkt Mainfranken zu den anwesenden Aktivisten. Dabei stellte Bauerfeind vor allem das identitätszerstörende Treiben liberaler Globalisten in den Vordergrund seiner Thematik. Da unbegrenzter Wachstum in einem begrenzten Raum nicht möglich ist, braucht das Kapital die Globalisierung um den Markt auszubreiten. Ein Spiel, welches jede Nation mit seiner Unabhängigkeit bezahlt.

Als letzter Redner sprach der Stützpunktleiter Ostbayern, Walter Strohmeier zum Thema Mindestlohn und prekäre Arbeitsverhältnisse. Gerade auch da die DGB-Zentrale in Hör- und Sichtweite der Zuhörer lag, ging Strohmeier in seinen Ausführungen auf die heuchlerische Argumentations- und Handlungsweise der Gewerkschaften ein. Auch die sich gern selbst als sozial bezeichnenden Parteien, wie „SPD“ oder „Die Linke“ wurden als die hörigen Handlanger der Wirtschaft genannt. Dabei ertönte auch des Öfteren die Parole „DGB – Arbeiterverräter“.

Walter Strohmeier aus Ostbayern sprach gegenüber dem DGB-Haus

Mit der klaren Forderung nach der Schaffung eines deutschen Sozialismus als Alternative und als Lösung zu den hier herrschenden Zuständen endete die Kundgebung und die Versammlung machte sich nun wieder auf den Weg in Richtung Konrad-Adenauer-Brücke. Trotz der nun schon fortgeschrittenen Stunde wich die Standhaftigkeit und die Entschlossenheit nicht aus dem Gesicht der Aktivisten. Auch die Parolen, in welchen immer wieder das Ende der kapitalistischen Wirtschaft gefordert wurde, rissen nicht ab.

Wieder am Startpunkt angekommen, wurden nun noch einmal alle Anwesenden über die vielfältigen Aktionen des Aktionstages informiert und sich für die außerordentliche und nicht anders erwartete Disziplin bedankt. Nachdem das Versprechen, sowohl vonseiten der Veranstaltungsleitung, als auch der Teilnehmer,  sich am ersten Mai in Plauen genauso diszipliniert und ordentlich für unsere Forderungen einzusetzen, gegeben wurde, beendete man den Aktions- und Mobilisierungstag.

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26.03.2017
Mobilisierungsvideo zum 1. Mai 2017 in Gera (Thüringen)
26.03.2017, Mobilisierungsvideo zum 1. Mai 2017 in Gera (Thüringen)
  • Die weltweite Kapitalismuskrise hat Millionen Menschen arbeits- und wohnungslos gemacht und das soziale Gefüge, insbesondere in Südeuropa, auseinanderbrechen lassen. Es grassiert aber nicht nur in südeuropäischen Staaten zunehmend die Armut. Auch in den nordeuropäischen Ländern wächst die kapitalistische Ausbeutung durch die Ausweitung des Niedriglohnsektors und die soziale Entrechtung mittels Erwerbs- und Altersarmut. Anstatt aber die an der Kapitalismuskrise schuldigen Banken, Versicherungen, Heuschrecken-Hedge-Fonds und Großunternehmen zu verstaatlichen und diese in Volkseigentum zu überführen, wurden lediglich die Spekulationsverluste auf Kosten des kleinen Mannes vergesellschaftet.
07.03.2017
Video: Was ist die "Deutsche Winterhilfe"?
07.03.2017, Video: Was ist die "Deutsche Winterhilfe"?
  • Hinter der wärmlich anmutenden Fassade von Wirtschaftswachstum, Wohlstand und vermeintlicher Gutmenschlichkeit, frieren Hunderttausende Landsleute in den kalten Wintermonaten. So leben auf deutschen Straßen rund 300.000 Obdachlose und rund 10 % aller Kinder in Hartz-IV-Familien verfügen über keine ausreichende Winterkleidung.

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