DER DRITTE WEG

14.06.2016

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Plauen: Nachbetrachtung zum 1. Mai 2016

Monatlich organisiert der „III. Weg“- Stützpunkt Vogtland gemeinschaftliche Zusammenkünfte und Veranstaltungen, um Mitglieder und Parteifreunde einerseits auf dem aktuellsten politischen Stand zu halten und andererseits mit Schulungen und Vorträgen für den politischen Kampf zu sensibilisieren. So auch Anfang Juni. Rico Döhler, Stützpunktleiter im Vogtland, begrüßte alle Teilnehmer und eröffnete den Gesprächsabend. Danach sprach Tony Gentsch über die wesentlichen Geschehnisse des Arbeiterkampftages. Solche Veranstaltungen dienen nicht zuletzt dazu, den Bürgern auch im persönlichen Gespräch stets ein offenes Ohr zu schenken, denn bereits vergangenen Monat wurden tausende Flugblätter zum Thema in Plauen verteilt.

Über 1000 Nationalisten setzten in der einstigen Stadt der Spitze am 1. Mai 2016 ein klares Zeichen gegen den verhassten Liberalkapitalismus und seine volkszerstörerischen Auswüchse. Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde auch diese 1. Mai Demonstration von einer bundesweiten Kampagne unter dem Motto: „Kapitalismus zerschlagen – Für einen Deutschen Sozialismus!“ aktionistisch begleitet.

Besonders ging Gentsch auf die Gewaltausbrüche von Staatspolizei und Staatsantifa ein. In der Jößnitzer Straße sollte, so der Parteiaktivist, die erste Zwischenkundgebung stattfinden, doch die Einsatzleitung der Polizei teilte dem Versammlungsleiter mit, dass dies nicht möglich sei, weil man für die Sicherheit der Demonstrationsteilnehmer nicht garantieren könne. Gute 20 Minuten musste nun der Aufzug in voller Länge in der Straße verharren, und linkskriminelle Chaoten nutzen die Möglichkeit, sich zu formieren und den Aufzug im hinteren Teil mit Steinen und Flaschen anzugreifen. Bei dieser von der Polizei provozierten Situation gab es auch den ersten Schwerverletzten. Ein Mann wurde durch ein Wurfgeschoss schwer am Kopf getroffen und musste abtransportiert werden. Durch die ständigen Angriffe und das sich ausdehnende Warten wurde die Stimmung immer angespannter. In den Verhandlungen mit der Polizei kristallisierte sich immer mehr heraus, dass die Demonstration gezielt zum Ende gebracht werden sollte. Gentsch begründete die Auflösung der Demonstration damit, den entstandenen Druck aus der Situation nehmen zu wollen. Aber zuvor platzierte Wasserwerfer und Räumfahrzeuge hinderten die Teilnehmer schließlich daran, den Ort zu verlassen. Wie im Wahn prügelten Schlagstöcke auf Männer und Frauen ein, welche zurück zum Bahnhof wollten oder nur versuchten, dem Wasserstrahl zu entkommen. Über die Köpfe flogen zu allem Überfluss noch Tränengasgeschosse. Einige Aktivisten wurden von den aufrückenden Polizisten schlicht in den Zaun einer Grundschule gedrückt. In der Systempresse wird später behauptet, dass die Demonstranten mutwillig aus blinder Zerstörungslust den Maschendrahtzaun demolierten. Über einzelne linke Gegendemonstranten, die sich bereits auf dem Grundstück der Grundschule befanden, schweigt man sich frech aus. Der Marsch wurde dennoch fortgesetzt und endete schließlich am Bahnhof.

Im Anschluss des Vortrages über die Geschehnisse rund um den 1. Mai tauschten sich alle Parteiaktivisten noch in einer kameradschaftlichen Runde aus. Dabei entstanden neue Denkanstöße und Vorschläge für zukünftige Demonstrationen. Allerdings waren sich alle Anwesenden einig: Wenn im nächsten Jahr das „Nationale und Soziale Aktionsbündnis“ am 1. Mai auf die Straße ruft, wird der „III. Weg“- Stützpunkt Vogtland sich abermals einreihen. Wir sind nur so stark, wie unser Wille es hergibt. Und an Willenskraft fehlt es in unseren Reihen am allerwenigsten.

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