DER DRITTE WEG

28.11.2016

Lesezeit: etwa 5 Minuten

Jürgen Elsässer in Gröbenzell

Unter dem Titel „Islam – Eine Gefahr für Europa?“ veranstaltete die AfD Dachau / Fürstenfeldbruck Mitte November einen Vortrag mit Jürgen Elsässer in Gröbenzell.

Ein interessantes Thema und für einen „III. Weg“-Aktivisten auch Grund sich selbst ein Bild von der lokalen AfD zu machen.

Bereits im Vorfeld hatten die etablierten Systemparteien zu einer Gegenkundgebung aufgerufen. Neben den altbekannten Anti-Rechts-Kriegern von SPD, Linke und Grüne waren auch FDP und CSU vertreten um so Einigkeit im Kampf gegen die vermeintliche System-Konkurrenz zu demonstrieren. Diesem Aufruf folgten nach eigener Angabe ca. 500, nach unabhängiger Schätzung ca. 250 Gegendemonstranten die sich vor dem Rathaus versammelten.

Im gediegenen Bürgerhaus trafen hingegen über 170 Personen ein. In den Saal passten dabei nicht einmal alle Interessierten hinein, so dass mancher Besucher sogar stehen musste. Das Publikum war überwiegend gutbürgerlich und der Altersdurchschnitt dürfte jenseits der 50 gelegen haben. Interessant ist auch, dass es der AfD offenbar möglich ist, eine solche Immobilie der Gemeinde anzumieten, was für klassische nationale Parteien wohl nicht möglich ist. Offenbar scheinen auch finanzielle Mittel vorhanden zu sein, da kein Eintritt verlangt wurde und die Anmietung des Saals sicher nicht günstig gekommen sein dürfte. Auch Polizisten befanden sich im Saal und waren offenbar sehr erwünscht.

Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die AfD-Kreisvorsitzende Linda Amon. Es folgte eine kurze Vorstellung eines AfD-Bundestagskandidaten aus dem Landkreis, der bereits einen sehr seriösen Eindruck machte. Dann betrat der Hauptredner die Bühne.

Jürgen Elsässer gilt im rechten Lager als eine sehr umstrittene Person. Zweifelsohne ist er bekannt als Herausgeber des Hochglanzmagazins „Compact“ sowie als Redner auf Pegida Demonstrationen in Dresden. Auch bekannt ist er als ehemaliger Autor von linksextremen Zeitungen wie der „Jungle World“ oder der „Jungen Welt“. Auch bei der „Jüdischen Allgemeinen“ war er schon angestellt.  Seit jeher versteht er sich als Linker, wenn gleich er mittlerweile vom marxistischen Lager ins rechtspopulistische Lager gewechselt ist. Beibehalten hat er allerdings viele Positionen wie Unterstützung russischer Politik und Anti-Amerikanismus. Er war Teilnehmer der Teheraner Holocaust-Konferenz mit dem antijudaistischen damaligen iranischen Präsidenten Ahmandinedschad 2012.

Er war eine der Personen die die Parole „Nie wieder Deutschland“ prägte. Insofern ist eine deutliche Gratwanderung bei ihm zu betrachten als er seinen Vortrag mit den Worten „ Mein Name ist Jürgen Elsässer, ich bin Deutscher und ich werde nicht zulassen, dass unser schönes Deutschland vor die Hunde geht“ eröffnete.

In seinem Vortrag ging Elsässer insbesondere auf den Rechtsrutsch im Ausland ein, lobte insbesondere Donald Trump, Wladimir Putin und Viktor Orban. Auf Grund insbesondere des Erfolges von ersterem sieht er auch die Tage von Angela Merkel als gezählt an, die er als Marionette Obamas wertet. Hier sieht man aber auch die klare Grenze zum nationalen Lager, da er klar der Ansicht ist, dass das System an sich reformierbar ist, und das Problem lediglich an den Eliten liegt. In seinen Augen ist bereits mit dem Sieg von Donald Trump eine Art Revolution eingetreten, obwohl bereits erste Personalentscheidungen die Frage aufwerfen, wie viel sich unter Trump tatsächlich ändern wird. Den Islam sieht er differenziert wobei er zwischen guten Schiiten, Kurden, Aleviten etc. und schlechten Sunniten unterscheidet. Für ihn ist eine Zusammenarbeit mit den „guten“ Muslimen daher unabdingbar. Große schiitische Bevölkerungsgruppen gibt es im Irak, im Iran und in Syrien. Sunnitisch ist die überwiegende Mehrheit der Muslime, u.a. in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den weiteren Golfstaaten. Auch der Islamische Staat ist eine sunnitische Terrororganisation.

Elsässer tut die Rolle der Abstammung, des Blutes, als nichtig ab. Er geht hier auch auf ein Beispiel aus seiner Zeit als Lehrer in Stuttgart ein, wo er sogar mit einem Türken in einer Wohngemeinschaft lebte. Für ihn ist Migration daher in einem nicht näher gezogenen Rahmen kein Problem, da es lediglich um die Integration ginge.

Am Ende seines Vortrages geht er auch auf seine Hoffnungen an die AfD ein, von der er sich und das Compact Magazin zwar als unabhängig sieht, die er aber unterstützt. Die AfD dürfe sich nicht spalten lassen und muss den Weg zur Macht suchen, darf sich also nicht mit einigen Abgeordnetensitzen begnügen. Er sieht andernfalls die Gefahr, dass die Partei eine ähnliche Entwicklung nimmt wie die etablierten Parteien und Abgeordnete ebenfalls korrumpierbar und egoistisch werden.

Bei einer anschließenden Fragerunde konnte Elsässer mit einer gewissen Souveränität überzeugen, in 7-Fragen-Blöcken gab er weitere Ansichten zum Besten. Eine interessante Sichtweise hat er auf Eritrea. In dem Land gäbe es einen radikalen wirtschaftlichen Aufschwung, Asylanten von dort drücken sich größtenteils von dem Wehr- oder Arbeitsdienst und sind häufig teil der dortigen Oberschicht. Dies erklärt auch warum so viele Asylanten von dort Urlaub in dem Land machen, aus dem sie angeblich geflüchtet sind.

Elsässer ist Anhänger der Pegida-Bewegung, ist aber der Ansicht, dass der Besuch einer solchen Demonstration auf Grund der Antifa zu gefährlich ist für ältere Konservative. Eine Aussage die den bequemlichen Zeitgeist manches AfD-Anhängers trifft, bei regelmäßigen Pegida-Gängern wohl eher für Schmunzeln sorgt. Zwar ist die Antifa tatsächlich häufig militant und die lasche Gangart von oben gegenüber dieser lässt Linkskriminellen große Freiräume, dennoch darf man sich von ihnen keinesfalls die Straße nehmen lassen.

Beim Verlassen des Hauses standen noch einige offenbar minderjährige linksverblendete Jugendliche schweigend vor dem Eingang. Auf einem mitgebrachten Plakat stand in gepflegtem Denglisch: „Rechtsfuzzis not welcome“. Auch dies ein Beweis für die zunehmenden Zersetzungserscheinungen der heutigen Jugend.

Als Fazit des Abends bleibt festzuhalten, dass die AfD und Elsässer mit aus dem nationalen Lager bekannten Ideen sehr erfolgreich hausieren geht. Dabei kommt die AfD zunehmend auch bei Personen an, die mit dem System längst abgeschlossen haben. Es ist daher mit unter schwierig Personen von diesem Irrweg abzubringen, da insbesondere der Erfolg anziehend wirkt. Das fehlende weltanschauliche Fundament kann sehr gut kaschiert werden. Somit bleibt es für Nationalrevolutionäre wichtig, über Grundlagen zu sprechen und insbesondere auf die tiefe Verworrenheit mit dem angeblich abgelehnten System hinzuweisen.

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