DER DRITTE WEG

24.12.2016

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Zeitzeugenvortrag in Berlin

Anfang Dezember organisierte der SP-Berlin unserer Partei „Der III. Weg“ in der Reichshauptstadt wieder einen interessanten  Zeitzeugenvortrag, der einmal mehr einen Einblick in die eigene Geschichte ermöglichte . Die Zeit drängt, denn es gibt nicht mehr viele, die man als Zeitzeugen bezeichnen kann, und die im Zweiten oder sogar dem Ersten Weltkrieg teilnahmen: Noch viel weniger gibt es, die bereit sind, ihre Erlebnisse einem größeren Publikum zu erläutern. Keine Gelegenheit wird somit ausgelassen, bei absoluter Stille und totaler Aufmerksamkeit den Worten solcher Männer und auch Frauen zu lauschen. In diesem Fall war es ein 96-jähriger Hauptmann der Wehrmacht, der sein Leben vor, während und nach dem großen Kriege schilderte und so einen weiteren Einblick in ein deutsches Schicksal ermöglichte. Dicht geträngt saßen Jung und Alt beieinander und erfuhren so aus erster Hand, wie sich der Kriegsbeginn in Polen für die jungen deutschen Soldaten darstellte, und wie im weiteren Verlauf schreckliche Erlebnisse und Bilder in der Ukraine die pflichtbewussten deutschen Soldaten veränderten. Manch eine geschilderte Kriegshandlung ließ schnell erkennen, wie wichtig es ist, sich dauerhaft für den Frieden der Völker einzusetzen, denn Krieg hinterlässt immer Leid und kennt kein Erbarmen. Deutlich ging auch die Anständigkeit der deutschen Truppen daraus hervor, die im Gegensatz zu den wilden Horden der Bolschewiken in der Ukraine stets angemessen kämpften.

Erdrückend waren auch die Schilderungen der letzten Tage des Krieges und die folgende Gefangenschaft im russischen Arbeitslager. Drei Jahre kämpfte sich unser Referent durch diesen Albtraum, bis er endlich wieder in seine geliebte sächsische Heimat zurückkehren durfte. Viele Fragen der Zuhörer zum Thema ließen nach dem Vortrag großes Interesse erkennen, und mit großer Ausdauer wurden alle beantwortet. Mit einem lang andauernden Applaus zollten alle Anwesenden jenem starken Kämpfer mit seinen 96 Jahren den verdienten Respekt. Vielen wird auch dieser Abend lange in Erinnung bleiben und manches in einem anderen Licht erscheinen lassen. Viele werden auch beim nächsten Vortrag wieder dabei sein, weil es wichtig ist zu wissen, woher man kommt, wer man ist, und wohin man gehen muss.

Jeder Vortrag über die Geschichte unseres Volkes ist ein Puzzleteil, das hilft, ein klarer werdendes Bild zu schaffen, um uns die Möglichkeit zu geben, die Gegenwart besser zu verstehen und die Zukunft besser gestalten zu können. Wir stellen uns dieser Aufgabe und werden, solange es möglich ist, der Erlebnisgeneration zuhören um zu lernen. Die Lügner, Hetzer und Kriegstreiber von damals spielen ihr Spiel auch heute noch, und auch unsere Generation wird benutzt, um anderen einen Vorteil auf dieser Welt zu verschaffen. Unsere Vorväter haben uns eines aber deutlich gemacht, es nützt nichts, das Übel nur zu benennen, man muss es bekämpfen und die Gefahr für das eigene Volk beseitigen. Jede Generation hat ihre Aufgabe, aber immer das gleiche Ziel, die Erhaltung der eigenen Art und die Gewährleistung einer sicheren Zukunft unseres Volkes.

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