DER DRITTE WEG

25.12.2016

Lesezeit: etwa 2 Minuten

Weihnachtspräsente in München

Am Donnerstag, den 15.12.2016 verteilten Aktivisten vom „III. Weg“ in München kleine Plätzchen Packerl an die Münchner Bevölkerung.
Verkleidet als Weihnachtsmann, mit seinem Gabensack auf dem Rücken, ging es los. Mit einem strahlenden frohe Weihnachten auf den Lippen wurden Kinderaugen zum Leuchten gebracht und strahlende Erwachsene hinterlassen. Somit wurde allen Beteiligten ein gutes, friedvolles vorweihnachtliches Gefühl gegeben. Neben den verteilten Leckereien gab es auch noch geistige Nahrung anhand unseres konsumkritischen Flugblattes zur Weihnachtszeit.

Vergleicht man ein typisches Fest im Jahre 2016 mit einem Christfest vor 100 Jahren, werden viele Unterschiede deutlich. Dennoch gibt es viele Traditionen, die bis heute Bestand haben. Die Geburt Jesu Christi in der Heiligen Nacht wurde um 1900 als kirchliches Fest traditionell begangen, obwohl laut Überlieferungen die tatsächliche Geburt im März 5 v. Chr. statt fand. Grund war die Chhristianisierung und so wurde das heidnische Julfest kurzerhand zur Geburt Christi erklärt. Die Feierlichkeiten begannen, wie heute, bereits Heiligabend am 24. Dezember. Statt mit Lichterkette und Glaskugeln wurde der Christbaum einfach mit Weihnachtsgebäck, Nüssen, Äpfeln und Silberpapier geschmückt. Zuvor segnete der Hausherr das gesamte Haus mit Weihwasser und Weihrauch. Bauern bezogen auch ihr Vieh in diesen Brauch mit ein.

In unserer hektischen, reizüberfluteten Zeit haben Weihnachtsfeste inzwischen nur noch wenig mit Besinnlichkeit zu tun. Natürlich gibt es Ausnahmen mit gemütlichen und familiären Weihnachtsabenden. Alljährliche Kirchgänge und Krippenausstellungen zum Advent erinnern an ein friedliches Zusammenleben und versetzen den Betrachter in eine andere Zeit. Eine Zeit, die scheinbar weniger hektisch und weniger pompös war. In manchen Familien ist Weihnachten bunt und laut, manchmal auch ein bisschen anstrengend. Es wird viel gegessen und oft auch gestritten. Der Wunsch nach Ruhe und Frieden ist aber nie so groß wie in der stillen, heiligen Nacht.
Die Realität sieht leider ganz anders aus. Hektik und Konsumrausch bestimmen die "stade Zeit", es wird gerafft, geschubst, gedrängelt und natürlich konsumiert was das Zeug hält. Die Medien suggerieren uns, dass nur derjenige der "Gute" ist, der das teuerste Geschenk unter den Baum legen kann. Das Geschenk, dass von Herzen kommt und/oder sogar "nur selbst gemacht" ist verliert an Beachtung. Weihnachten ist jedoch ein Fest der Traditionen und nicht des Kommerzrausches.
Denkt man an seine Kindheit zurück, als man noch voller Anspannung darauf wartete, dass Mama das Glöckchen läutete und man mit großen Augen ins Wohnzimmer durfte, wo unter dem Baum einige Geschenke lagen. Klar, waren es auch die sogenannten "praktischen" Dinge, die lieber gegen die neueste Barbie oder ein Matchbox Auto eingetauscht worden wäre. Trotzdem waren alle glücklich und zufrieden.

Man sollte sich in dieser Zeit auf die ursprünglichen Dinge besinnen, die Geschwindigkeit aus dem Leben nehmen und die „stade Zeit“ genießen. Wir wünschen euch und euren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr aus München.
 

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