DER DRITTE WEG

02.01.2017

Lesezeit: etwa 6 Minuten

Ultra und alte Werte

Wir leben in einer Zeit des Nihilismus und des Werteverfalls. Die heutige Jugend wächst in einer scheinbar perfekten Welt auf. Arbeite und konsumiere – ein Motto das heute auf die allermeisten zutrifft. Kaum jemand stellt sich heute kritische, auch metaphysische Fragen. Auf Grund der niedrigen Geburtenrate befindet sich unser Volk heute in einer kritischen Lage. Zwar ist die weitere Entwicklung definitiv als negativ absehbar, aber in der momentanen Situation lässt sich für viele darüber noch gut hinwegsehen. Denn wenige junge Menschen, ein Bild was dem aufmerksamen Betrachter in vielen deutschen Städten ins Auge sticht, bedeutet wenig Konkurrenzdruck. Dies bedeutet, das viele junge Leute insbesondere in den wohlhabenden Gegenden heute bereits in frühen Tagen eine vermeintlich sichere Zukunft haben. Und das wiederum führt zu der trügerischen Annahme im Leben um nichts kämpfen zu müssen. Im Gegenteil – Rebellion kann lediglich negative Folgen und den Verlust der Zukunft mit Haus, Auto und Ansehen haben.

Doch es gibt Jugendliche, die dennoch innerlich fühlen, dass etwas fehlt. Etwas, wofür es sich lohnt zu kämpfen, etwas, was mehr ist als ein Leben zwischen Disko und Großraumbüro. Nur was? In der Matrix wird heute vermittelt, dass es nichts mehr gäbe, um das man kämpfen müsse. Darum flüchten sich viele in eine Welt, die anders ist, unbequem ist.

Es geht um die Ultra-Bewegung. Ultras sind Anhänger eines Fußball- oder Eishockeyvereins, die ihrem Verein beständig folgen und ihn unterstützen. Die Bewegung kommt ursprünglich aus Italien, hat aber auch hierzulande seit etwa 2-3 Jahrzehnten beständig Zulauf. Längst hat sie andere Subkulturen wie die Hooligans im Stadion an den Rand gedrängt. Wer heute einen Blick in eine deutsche Kurve wirft, wird deutsche Jugend finden. Auffällig viele junge deutsche Männer finden sich dort, da viele Ausländer es eher mit ihren heimischen Vereinen halten. Auch ist der Fußball trotz Gendermainstreaming nach wie vor überwiegend männlich geprägt. Es ist mehr als der Sportkonsum der sie fasziniert. Es geht darum, ein Leben zu führen, das einen Ausbruch aus der Konsumgesellschaft bedeutet. Dabei geht es um Gemeinschaft, Aufruhr und auch um andere Werte. Gemeinschaft und Zusammenhalt sind für den Ultra extrem wichtig. Sei es in der Auseinandersetzung mit der Polizei, in der Solidarität mit Stadionverbotlern oder beim alltäglichen Gruppenleben. Gemeinschaft, etwas, das viele in der BRD-Ellenbogengesellschaft vermissen. Aufruhr – für viele das wichtigste Kurvenstilmittel schlechthin ist der Einsatz von Pyrotechnik. Ein Ausdruck von Emotion. Damit ecken sie bei Presse, Staat und allen Herdenmenschen an. Und gerade deswegen ist ihr Einsatz für Ultras unverzichtbar.

Doch auch vier andere Werte spielen eine Rolle – Ehre, Treue, Pflicht und Freiheit.

Ehre ist etwas, was in unserer heutigen Zeit für die meisten Deutschen nicht mehr als eine leere Worthülse ist, etwas als rückständig verschrienes. Sie ist auch deshalb so verhasst, da sie meist in Verbindung mit Kampf um selbige genannt wird. Deshalb kollidiert sie auch mit geltendem Gesetz. Für den Ultra ist die Fahne seiner Gruppe von höchster Bedeutung. Geht sie verloren, ist dies ein schwerer Schlag für die eigene Gruppe, ja für die eigene Kurve. Nichts ist demütigender als eine Präsentation der im Kampf verlorenen Fahne insbesondere an eine speziell verfeindete Gruppe. Wie eine Fahne verloren wurde, in Unterzahl, durch Unachtsamkeit oder beispielsweise durch einen Einbruch in einen Fancontainer gibt es Diskussionen wie ehrenhaft diese Aktion war. Auch der Straßenkampf von Gruppen, der beispielsweise auf dem Weg zum Spiel auf Autobahnraststätten stattfindet, erfolgt rein der Ehre wegen.

Die Treue besteht zu Verein, Gruppe und Heimatstadt. Ideal ist es, ein Leben lang dem Verein zu folgen und für ihn einzustehen. In vielen Gesängen wird betont, dass der Verein das ganze Leben darstellt und bis zum Tode man ihm treu bleibt. Treu steht er auch zum Vorsänger der eine Führungsperson und natürliche Autorität darstellt, der er folgt ohne nach dem Warum fragen zu müssen. Der Capo gibt das Kommando – die Kurve folgt, klatscht, springt und singt.
Pflicht ist es, dem Verein nicht nur zu den wichtigen Spielen zu folgen, sondern zur Not auch mit Krankenschein zum weitesten Auswärtsspiel zu fahren. Pflicht ist es, den Verein nach Kräften zu unterstützen. Der Ultra verachtet häufig den Konsumenten, der bei jedem Spiel sturzbetrunken, wie ein Weihnachtsbaum mit Schals behangen durch den Block wankt. Er hasst es, wenn Möchtegern-Fans irgendwann im Spiel einschlafen, oder das ganze Spiel am Bierstand verbringen. Pflicht ist es, immer alles zu geben und das zu singen, was der Vorsänger angibt, so lange bis er das nächste Lied anstimmt.
Freiheit ist, dem Lebensstil zu folgen und dabei mit genannten Konventionen und Verhaltensstandards und althergebrachtem Moralverständnis zu brechen.  Freiheit heißt, eben jene Werte zu leben, von denen einem bewusst ist, dass sie nicht materiell sind, schwer formulierbar sind und von denen man ganz tief im Herzen doch weiß, dass sie nicht falsch sind. Freiheit muss auch verteidigt werden, gegen jeden, der sie einschränken will

Mit dem wofür er steht, ist er um ein vielfaches weiter, als viele in seiner Generation.

Doch letztlich schafft auch er sich nur eine Ersatzwelt, in der alle seine Werte doch sinnentleert sind. Denn Fußball bleibt letztlich doch nur ein Spiel. Was wäre der Sport, was wäre die Welt ohne ihn? Sie würde ihn letztlich nicht vermissen. Er ist nicht so unverzichtbar wie er es gerne wäre, trotz gelegentlichem politischem oder sozialem Engagement bleibt er doch gesellschaftlich bedeutungslos. Was macht die Ehre einer Fahne aus, die lediglich für den Lebensstil einiger steht? Wem nützen Kämpfe zwischen Ultras, tatsächlich Verein und Stadt? Wie viele Spiele gewinnen denn tatsächlich Fans für einen Verein? Und selbst wenn sie Spiele gewinnen – in wie weit ist das wirklich relevant? Kann Sport tatsächlich Lebenssinn sein?
Was verändern seine Auseinandersetzungen mit der Polizei? Auch wenn er es sich gelegentlich selbst einredet, hat er final keine revolutionäre Potenz. Mag er auch Auseinandersetzungen suchen, sich an Negativpresse ergötzen und sich als Alternativ empfinden – er bleibt am Ende doch Teil einer Gesellschaft auf dem Weg zum Untergang.

Ehre, Treue, Pflicht und Freiheit – wofür waren diese Werte über Jahrtausende hinweg da? Können sie nicht Grundlage einer ganzen Weltanschauung statt lediglich einer Szene sein? Sind nicht Familie, Volk und Vaterland wichtiger? Wie oft lässt der Ultra seine Frau im Stich um zum Spiel zu kommen? Wie oft muss sie weinen, weil er in sinnlose Auseinandersetzungen verwickelt ist. Wie oft ist kein Geld für den gemeinsamen Urlaub da, von der Familiengründung ganz zu schweigen, da es auf Auswärtsfahrten ausgegeben wird? Ja, die Familie ist nur noch die eigene Gruppe, für Kinder möchte der Ultra keine Zeit und kein Geld haben. Ultra zu leben hat er sich ausgesucht, es ist ihm ein Vergnügen. Doch in sein Volk ist er tatsächlich hinein geboren, nicht in den Verein. Er verdankt seinem Verein nichts – seinem Volk alles. Und wenn ihm Heimat doch ohnehin schon ein Begriff ist, Lokalpatriotismus ihm geläufig ist – warum dann nicht auch mit dem Heimatland identifizieren?

Daher – Jugend zu uns!

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